Auf dem Dach meines Einfamilienhauses befindet sich oberhalb der Photovoltaikanlage (Module rechte Seite) noch ein Vakuumröhrenkollektor zur Warmwasserbereitung. Die Kollektorfläche beträgt 3,91 m². Hersteller: Paradigma
Trafoloser Multistringwechselrichter: SMA Sunny Boy TL MSWR
Tischdisplay zur Funküberwachung: SMA Sunny Beam
Teilansichten
Einige Beweggründe weshalb ich in Photovoltaik investiert habe:
Zusätzlicher „Mosaikbaustein“ zu meiner späteren monatlichen Rente
Umweltfreundlich > Beim Betrieb einer Photovoltaikanlage entstehen keine CO2-Treibhausgase
Die Technik ist ausgereift und langlebig
Neue Arbeitsplätze > Durch erneuerbare Energietechnologien sind in den letzten 12 Jahren in Deutschland ca. 150.000 Arbeitsplätze entstanden. Eine Verdopplung bis 2010 und eine Vervierfachung bis 2020 ist möglich. Fachleute schätzen, dass der solare Weltmarkt bis 2025 auf ein Volumen von über 100 Milliarden Euro jährlich anwachsen wird. Das schafft Millionen neue Arbeitsplätze!!!
Frieden statt Krieg: Um die Sonne werden - anders als um Öl – keine Kriege geführt. Die Sonne hat einen Sicherheitsabstand zur Erde von 150 Millionen Kilometer. Es gibt keine Shell- oder Aral-Sonne, sondern nur unser aller Sonne
Keine Knappheit > Die Sonne schickt uns jeden Tag 15.000 mal mehr Energie als heute alle 6,3 Milliarden Menschen verbrauchen. Das macht sie noch in etwa 4,5 Milliarden Jahre. Das Öl ist jedoch in etwa 40 Jahren zu Ende
Gute Energiebilanz > In zwei bis drei Jahren produziert eine Solarstromanlage so viel Strom wie zu ihrer Produktion benötigt wurde
Örtliche Gegebenheiten:
Die Anlage befindet sich in 63579 Freigericht/Hessen
Dachneigung 38°
Abweichung von Süden in Richtung Westen = 70°
Anlage = 5,28 kWp
Anschaffungswert ohne Mehrwertsteuer = 25.531,33 €
Investitionskosten: 4.835,48 €/kWp
Kalkulation:
Jährlicher Stromertrag: Gesamt 4224 kWh = 800 kWh/kWp
Eigenkapital = 16.943,73 €. Dies entspricht einer jährlichen Verzinsung von 3,30% des eingesetzten Kapitals
Kreditbetrag = 7.934,00 € (Finanzierung über Bausparvertrag)
Jährliche Zählermiete = 30 €
Versicherung = 55,63 € jährlich
Amortisationszeit 12 Jahre
CO2-Umweltentlastung: 3.285,00 kg pro Jahr.
Ergebnis/Zwischenbilanz:
Meine Anlage ist nun fast fünf Jahre am Netz. Bei nicht optimaler Ausrichtung der Anlage (70° Abweichung von Süden), haben sich meine Erwartungen dennoch erfüllt. Die Erträge liegen im Rahmen der vorherigen Kalkulation. Insgesamt habe ich in diesem Zeitraum 4250 kWh im Jahresdurchschnitt, bei einer Nennleistung von 5,28 kWp, geerntet. Stromerzeugung = 805 kWh/kWp. Aufgrund dieses Ergebnisses erhalte ich zur Zeit vom Stromversorger monatliche Abschläge von 226,00 Euro. Die darin enthaltene Mehrwertsteuer in Höhe von 36,08 Euro, wird im Rahmen der Umsatzsteuer monatlich als Vorsteuer vom Finanzamt abgebucht.
Fazit:
Meine Solarstromanlage läuft nun bald fünf Jahre ohne Probleme. Die Erträge liegen im Bereich der vorherigen Kalkulation. Die Beratung und die Installation durch die Installationsfirma ist nicht zu beanstanden. Allerdings hatte ich vorher mehrere Angebote und Kostenvoranschläge eingeholt. Überwiegend wurden die avisierten Anlagen sehr überteuert angeboten und die Ertragsprognosen waren teilweise unrealistisch (bis 1000 kWh/kWp bei den gegebenen Rahmenbedingungen). Man sollte daher alles was der Solarteur sagt hinterfragen und auch nachprüfen. Weitere Infos zu meiner Anlage, Anlagenvergleiche usw. finden Sie auf den folgenden Seiten.
Der Weg zur eigenen Anlage
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Aktuell
Photovoltaik - Erträge
Um die Photovoltaik Kosten und Erträge zu ermitteln, ist die Abkürzung kWp wichtig. Kilowatt peak (kWp) beschreibt die optimale Leistung der Photovoltaik Anlage unter genormten Testbedingungen. In Deutschland können mit einer 1 kWp-Anlage zwischen 700 und 900 kWh Strom im Jahr erzeugt werden. In den letzten sonnigen Jahren gab es in Süddeutschland sogar Erträge von 1200 kWh im Jahr. Zum Vergleich: Der jährliche Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts liegt bei durchschnittlich 4000 kWh.
Anlagenpreise
Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft mussten Anlager für eine Komplettanlage im Frühjahr 2010 nur noch rund 2900 Euro pro kW Leistung ausgeben. Das waren fast 30 Prozent weniger als noch zu Beginn des Jahres 2009. Die Preise sind ohne Umsatzsteuer angegeben, da sich der Käufer diese Steuern vom Finanzamt zurückholen kann. Im Jahre 2011 kosteten Photovoltaikanlagen im Schnitt nur noch 2300 Euro pro Kilowatt Leistung. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Anlagenpreise auch im Jahre 2012 weiter sinken. Trotz Absenkung der Einspeisevergütung zum Januar 2012 von 28,74 Cent auf 24,43 Cent, lohnt sich eine Solarstromanlage auch weiterhin.
Umfragen
Welche Fragen möchten Sie gerne im Rahmen einer Umfrage beantwortet haben? Bitte teilen Sie mir Ihre Wünsche mit. Gerne werde ich Ihre Fragen verwenden. Die Umfrage sollte einen Bezug zu Photovoltaik & Solarthermie haben. Sofern Sie dies wünschen, werde ich Sie auch als Ersteller der Umfrage namentlich nennen. Alle laufenden Umfragen finden Sie
Solarenergie ist der Oberbegriff für alle von der Sonne zur Erde gelangenden Energie. Man unterscheidet die wärmeerzeugende Solarthermie, welche sich die Infrarotstrahlung der Sonne zu Nutze macht, von der Photovoltaik, welche die Umwandlung der Photonenstrahlung der Sonne in elektrische Energie bezeichnet.
In letzter Zeit wurde mir häufig folgende Frage gestellt.
Soll ich meine Photovoltaikanlage bar zahlen oder finanzieren?
Das hängt von vielen Faktoren ab. Angenommen die Anlage kostet 25.000,00 Euro. Hier würde ich zunächst empfehlen, fuer 0.1% davon eine Finanzierungsprogramm zu kaufen und die Anlage für die eigenen Bedingungen durchzurechnen.
Wenn jemand das Geld hat, bin ich mir sicher, dass Barzahlung und konsequentes Anlegen der Einnahmen (die Anlage wirft dann ab dem ersten Monat Gewinn ab) eine höhere Rendite bringt als Finanzierung.
Eine Finanzierung so zu gestalten, dass Steuereffekte ein wesentlicher Bestandteil sind, halte ich für falsch. Steuerspareffekte sollten meines Erachtens immer nur das Sahnehäubchen sein, dass die Rendite nochmals verbessert. Zinsen hoch zu halten, um Steuern zu sparen, spart Steuern, aber nicht die Zinsen. In den meisten Fällen sind die Steuern aber niedriger als die Zinsen.
Die Energie dürfte immer teurer werden. Die Gründe kennt jeder. Eine Wirtschaftskrise gab es regelmäßig alle 50 - 60 Jahre. Inflation mit nachfolgender Währungsreform noch öfter. Das Sparbuch und die Lebensversicherung hat dann nur noch den Wert von Papier. Der geerntete Strom mit der eigenen Photovoltaikanlage ist aber eine Tauschwährung von unschätzbarem Wert - egal ob die Definition in Euro oder in Dollar oder eine Mischung davon ist.
Tipp
Wohnen Sie in einer Gegend, in welcher Ihr Auto oder das des Nachbarn bereits einmal durch Marder angeknabbert wurde, sollten die Solarkabel am besten gleich in Kabelkanälen verlegt werden.
Eigenverbrauch und Abschreibung
Wer selbst Strom erzeugt, der kann die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Solarstromanlage abzüglich der Zuschüsse aus öffentlichen Förderprogrammen, steuerlich absetzen. Dieser Betrag wird über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren verteilt, sodass der Eigentümer 5 Prozent der Kosten pro Jahr geltend machen kann.
Einnahmen, die durch das Bereitstellen von Solarstrom für das öffentliche Netz erzielt werden, unterliegen grundsätzlich der Einkommen- und Gewerbesteuer. Hierbei gilt bei der Gewerbesteuer für Privathaushalte ein Freibetrag von 24500 Euro. Da kleinere Dachanlagen mit ihrer Kapazität diesen Betrag nicht erreichen, sind diese meist von der Gewerbesteuer ausgenommen. Der Einkommensteuer unterliegen die kompletten Einnahmen vom ersten Cent an. Ebenso ist der selbst verbrauchte Solarstrom steuerpflichtig und gilt als „betriebliche Entnahme“, auch bei Privathaushalten.
Der Solarstrom – Eigenverbrauch ist für Solarstrom – Anlagenbetreiber dann finanziell interessant, wenn der Strombezugspreis höher liegt als die Differenz zwischen Netzeinspeisungsvergütung und Eigenverbrauchsvergütung. Die durch den Eigenverbrauch eingesparten Stromkostenwerden den Einnahmen des Jahres hinzugerechnet. Wirft die Solaranlage dann nach Abzug der Kosten Gewinn ab, ist dieser zu versteuern.
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