Stromkosten sparen immer schwieriger! Mangelnder Wettbewerb schuld an hohen Preisen? Vielen Verbrauchern sträuben sich derzeit die Haare: Die Ankündigungen der Energieversorger, ihre Energiepreise deutlich anzuheben, verunsichern sie. Mit modernen Photovoltaikanlagen können Sie jedoch selbst die "Zügel" in die Hand nehmen!

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Wie groß soll eine Photovoltaikanlage sein ?

Nach oben sind der Größe einer Photovoltaikanlage keine Grenzen gesetzt. Eine Modulfläche von 8 qm entspricht einer Anlagenleistung von 1kWp (Kilowatt-peak = Spitzenleistung), die je nach Südausrichtung und Modulneigung zwischen 800kWh und über 1.000kWh pro Jahr erzeugt. Wer seine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach und zur langfristigen Erzeugung des eigenen Strombedarfs installieren möchte, kann dies leicht berechnen. Der durchschnittliche Jahresstromverbrauch eines vierköpfigen Haushalts liegt bei ca. 3.500kWh. Dieser Strombedarf kann mit einer 4,5kWp (ca. 36 qm) großen Anlage gedeckt werden. Zu beachten ist hierbei aber, dass der Strombedarf über das Jahr gesehen konstant ist, die Produktion jedoch in den Wintermonaten im Gegensatz zu den Sommermonaten sehr gering ist.


Wie lange ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage ?

Wie lange ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage? Bei kristallinen Modulen geht man von einer Lebensdauer (Quelle: Bayerisches Umweltministerium) von ca. 30 Jahren aus und in der Regel geben die Modulhersteller eine Leistungsgarantie von etwa 25 Jahren auf maximal 20% Leistungsverlust der Module. Das Dachgestell ist meist aus Aluminium oder Edelstahl und hat eine sehr hohe Lebensdauer genauso wie die eingesetzten Spezialkabel aus UV-beständigen Materialien. Die Wechselrichter haben eine Lebensdauer von über 10 Jahren. Dennoch sollte man davon ausgehen, dass während der gesamten Anlagenlebensdauer der Wechselrichter defekt wird. Seriöse Wechselrichterhersteller bieten in der Regel eine fünfjährige Garantiezeit. Sollte nach dieser Garantiezeit das Gerät defekt sein, erhält man zu Vorzugskonditionen (z.B. SMA ca. 300 EUR) ein Austauschgerät.


Die Kosten der Photovoltaik!

Darf es monokristallin, polykristallin oder amorph (auch Dünnschicht-Zelle genannt) sein?

Photovoltaik - Lexikon

Begriffe, Erklärungen von A - Z

Welche Module eignen sich am besten?


Preise für eine Photovoltaikanlage (Angebot der Installationsfirma im Jahre 2008)

Mit einer garantierten Vergütung von 46,75 Ct/kWh zzgl. MwSt. für Solarstrom werden auch in 2008 Photovoltaikanlagen wieder rentabel betrieben werden. Zwar sinkt die Vergütung für Photovoltaikanlagen von 49,21 Ct/KWh auf 46,75 Ct/kWh (Dachanlagen bis 30kWP), die Komponentenhersteller kündigen aber bereits einen Preisrückgang für dieses  Jahr an. Betreiber einer Solarstromanlage, die Anfang 2008 eine Photovoltaikanlage installieren lassen, haben einen Vorteil: Sie erhalten laut dem Erneuerbaren Energieengesetz (EEG) 20 Jahre und zusätzlich das Inbetriebnahmejahr, also fast 21 Jahre, die garantierte Einspeisevergütung. Mit diesen Voraussetzungen und der anhaltenden Steigerung der Energiepreise, wird die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage auch im Jahre 2008 weiterhin eine sinnvolle Investition bleiben.  

Anmerkung: Lassen Sie  die Finger weg von Anlagen, die pro kWp (ohne MwSt) teurer sind als 5.500 €. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt dann nicht mehr zu den Einnahmen. Eine Kostendeckung innerhalb der "20 Jahre" ist dann mehr als fragwürdig. 


Tipps

Achten Sie beim Kauf von Solarmodulen auf den Wirkungsgrad. Hohe Wirkungsgrade sind gerade bei kleineren Dachflächen ein wichtiges Kriterium. Bei größeren Flächen kann ein etwas geringerer Wirkungsgrad zu einem günstigeren Preis eine Alternative sein.

Achten Sie beim Kauf nicht nur auf die angepriesene Nennleistung, sondern auch auf die Toleranzbereiche. Je geringere Abweichungen nach unten erlaubt sind, desto besser.

Eine Solaranlage muss keineswegs immer aufs Hausdach. Sie können die Module auch an der Fassade, auf Garagen oder über Wintergärten und Terrassen befestigen. Auf Hausdächern sparen Sie im Idealfall sogar noch Geld für Ziegel und andere Dachdeckungsmaterialien.

Viele Monteure richten sich bei der Wahl der Unterkonstruktion nicht nach den Empfehlungen der Hersteller. Vergewissern Sie sich, dass dadurch nicht Ihr Garantieanspruch erlischt.

Holen Sie Angebote von mehreren Installateuren auch aus unterschiedlichen Regionen ein. Lassen Sie sich dabei nicht von Produktionsengpässen unter Druck setzen. Oft erhalten die Installateure bei Sammelbestellungen attraktive Rabatte. Einen Teil davon sollten sie an die Kunden weitergeben. Doch Vorsicht bei Billigimporten: No-Name-Produkte mit unklarer Herkunft bieten keine Sicherheit, dass sie auch nach 10 oder 20 Jahren noch mit der angegebenen Leistung produzieren. Erkundigen Sie sich nach Referenzanlagen.

Fragen Sie bei Ihrer Hausbank nach den zinsgünstigen Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Nehmen Sie die Photovoltaikanlage zum Anlass, sich von einem Fachmann ein Energiekonzept für das betreffende Gebäude erstellen zu lassen.

Fragen Sie nach dem Abschneiden der eingesetzten Module bei unabhängigen Untersuchungen.

Als Richtgröße für Deutschland gilt, dass eine Fotovoltaik-Anlage mit einer Leistung von einem Kilowatt -das entspricht einer Solargeneratorfläche von 8 bis 10 m² - einen Jahresertrag von 800 kWh liefert.

Eine vierköpfige Familie verbraucht etwa das Fünffache an Strom im Jahr.

Achten Sie auf eine verschattungsfreie Montage des Solargenerators; selbst der zeitweise Schatten kleiner Gebäudevorsprünge, dünner Äste oder von Telefonleitungen beeinträchtigt den möglichen Anlagenertrag überproportional. Die Ursache dafür ist, dass in einem Solarmodul die Solarzelle mit der geringsten Bestrahlung den Strom aller mit ihr in Reihe geschalteten Zellen bestimmt.

Beachten Sie bei der Auswahl des Aufstellungsstandortes, dass eine Photovoltaikanlage eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahren hat. Provisorische Aufstellungsorte sollten generell vermieden werden.

Es sollte eine möglichst gelungene architektonische Einbindung der Anlage in das betreffende Gebäude angestrebt werden. Für die Einhaltung baurechtlicher Bestimmungen wie der Landesbauordnung, etc. ist der Bauherr verantwortlich. Sie sollten sich mit den kommunalen und kirchlichen Bauabteilungen sowie ggf. mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde über Ihr Vorhaben ins Benehmen setzen.

Fordern Sie die Angabe eines garantierten Mindestertrages für die Fotovoltaik-Anlage sowie die Nennung der Kosten für einen Wartungsvertrag.


Berechnungshilfe für Mindererträge durch Abweichung von der optimalen Ausrichtung und Dachneigung:

Die Ausrichtung der Solarmodule und die Neigung des Daches sind entscheidende Faktoren, welche die Stromerträge massgebend beeinflussen. Bei der Ausrichtung wird immer von einer optimalen Ausrichtung von exakt "südlich" ausgegangen. Wenn die Dachfläche gegen Osten abweicht, spricht man von einer Abweichung von -10°. Weicht das gleiche Dach gegen Westen ab, spricht man von +10°. Der Minderertrag bei Abweichungen des Azimuts ist gegen Osten und Westen gleich. Die optimale Neigung der Module liegt bei 30°

Anwendungsbeispiel

Ausgangslage: Nehmen wir an, wir haben eine 10kWp Anlage, welche einen prognostizierten Ertrag von 9000kWh pro Jahr liefert.

Korrektur: Da das Dach aber eine Neigung von 40° besitzt, und die Ausrichtung 50° von Süden abweicht, ist mit einem Minderertrag von 6,9% zu rechnen.

 
10°
20°
30°
40°
50°
60°
70°
80°
90°
10°
-4,0
-3,9
-4,2
-4,6
-5,1
5,8
-6,7
-7,6
-8,5
-9,6
20°
-0,9
-1,1
-1,5
-2,3
-3,3
-4,6
-6,1
-7,8
-9,7
-11,7
30°
-0,0
-0,2
-0,8
-1,8
-3,3
-5,0
-7,0
-9,3
-11,9
-14,0
40°
-1,2
-1,4
-2,1
-3,2
-4,8
-6,9
-9,3
-12,0
-14,9
-18,2
50°
-4,3
-4,6
-5,3
-6,4
-8,1
-10,2
-12,8
-15,7
-18,9
-22,0

Die Garantien

Bei den Herstellergarantien unterscheidet man zwischen der Leistungsgarantie und der Produktgarantie. Letztere umfasst vor allem Herstellungsfehler. Während die Produktgarantie meist zwei jahre entspricht, garantieren die Hersteller eine bstimmte Mindestleistung über einen Zeitraum von 20 bis 25 Jahren. Als Beispiel folgende Garantieangabe: Nennleistung 100 Wp, Fertigungstoleranz plus/minus 5 Prozent, innerhalb 25 Jahren 80 Prozent der Mindestleistung.

Beispiel
100 Wp Nennleistung
-
5% Toleranz
=
95 Wp
 
80 Prozent = 76 Wp

Im 25. Jahr muss das Modul demnach noch mindestens 76 Wp liefern.


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